er/sie glaubt. an ebenen. an welt als überlagerung. nicht als ort. als schichtung. als atmendes geflecht aus wahrnehmung, erinnerung, deutung. die welt liest sich selbst. fortlaufend. im fluss.
alles ist überlagerung. sichtbar. fühlbar. erinnerbar. nichts steht für sich. jedes bild trägt ein anderes darunter. jede stimme ein echo. jede erfahrung einen schatten, der bleibt.
er/sie nimmt wahr. wahrnehmung ist eine haut. zwischen innen und außen. sie atmet. verformt sich und das wahrgenommene. verändert das, was wirklich ist. und wenn man glaubt, man sähe klar – dann sieht man nur die oberste ebene.
er/sie denkt. an durchlässigkeit. an das leichte flirren zwischen den schichten. ebenen verschieben sich. treffen sich. überblenden. daraus entsteht das, was wir meinen zu sehen.
vergangenheit ruht nicht still. sie fliesst darunter. unter der gegenwart, die sich ständig verändert. jede erinnerung – eine dünne spur, eine transparente folie, die das jetzt einfärbt.
welt als bewegtes bild. mal flach, mal tief. nichts endgültig. alles veränderlich. jede geste, jedes wort: teil einer größeren komposition aus unsichtbaren ebenen.
er/sie weiß. ebenen sind organisch. wachsen miteinander. verknüpft durch gefühl, durch zeiten, durch leises wissen.
alte formen brechen. neue deuten das alte um. das alte geht. das neue kommt. nichts verschwindet, nur das sehen ändert den blick. und zwischen allem – ein flirren.
er/sie findet. der geist sucht neues. das herz sucht wiederholung. wiederholung ist ruhe, struktur, rhytmus, harmonie gleichzeitig. wiederholung lässt interferenzen entsthen, kurzzeitige berge und tiefen. durchblicke. klarblicke für einen augenblick.
sicherheit – vermeintlich, wenn das gefüge kurzzeitig stillsteht. wenn ebenen fixiert sind. wenn ebenen unbeweglich eingefroren sind. in statik.
jede wahrheit ein ausschnitt. jede begegnung ein moment aus tausend übereinanderliegenden schichten. alles lebt. alles bleibt in bewegung.
die welt? kein fester grund. sondern ein vielschichtiges geflecht. durchscheinend. lebendig. nah.
die welt in schichtungen. nichts steht still. alles durchdringt sich. alles bleibt. alles geht. gleichzeitig und ungleichzeitig gleichzeitig. nichts folgt einem linearen Algorithmus, alles ist objekthaft miteinander verschränkt. unentwirrbar. manchmal kurzzeitig klar, dann wieder ebenen im Nebel. ein immerfort waberndes gefüge ohne letztendliche Auflösung.
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